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Weibliche Pokerspieler

Nur vier Prozent der professionellen Pokerspieler sind weiblich. Das wirft natürlich die Frage auf, warum ein so großer Unterschied zwischen den Geschlechtern herrscht. Sind Frauen schlechte Pokerspieler? Ist die Dominanz der Männer zu groß? Haben Frauen keine Lust auf Glücksspiele? Dass sich die Demografie gerade in Onlinepokerräumen gerade im Wandel befindet, zeigt: Auch Frauen können Poker spielen. Immer mehr Spielerinnen gelingt es, Sponsorenverträge abzuschließen und auch bei großen Turnieren die Nase vorn zu haben. Zwar gibt es immer noch weit weniger Frauen an den Pokertischen als Männer, dafür sind sie proportional gesehen erfolgreicher. Dafür scheint mitentscheidend zu sein, dass Frauen ein höheres Einfühlungsvermögen haben und so die Körpersprache der Gegner besser lesen können. Zugleich sind sie selbst schwieriger zu durchschauen, da sie ihre eigenen Gefühlsäußerungen besser kontrollieren können. Dass Männer noch dazu neigen, gerade aggressiv spielende Frauen zu unterschätzen, trägt nur am Rande zu diesem Phänomen bei.

Gerade Onlinepoker hat dazu beigetragen, dass inzwischen mehr Frauen pokern. Die einfache Erreichbarkeit und die eher „harmlosere“ Umgebung im Vergleich zu Casinos tragen dazu bei, dass die Hemmschwelle gesunken ist. Allerdings ist der Imagewandel des Spieles vermutlich auch mitentscheidend. Poker ist inzwischen gesellschaftsfähig und ist weit weniger stigmatisiert als noch vor wenigen Jahrzehnten. Mittlerweile ist vielen Menschen klar, dass Pokern nicht gleichbedeutend mit Spielsucht, Kriminalität und Drogen ist. Im Gegenteil sehen viele das Spiel als Denksport an, in dem auch der Zufall weniger entscheidend ist als in vielen anderen Sportarten.

Nach einer von pokerstars in Auftrag gegebene Studie spielen die Geschlechter übrigens zumindest teilweise unterschiedlich. Frauen reizt der Gewinn nicht so sehr, dafür halten sie Bluffen für wichtiger als Männer. Auch Mathematik und Disziplin sehen sie als weniger relevant an. Es scheint also so zu sein, als würden Frauen sich tatsächlich stärker auf ihre Intuition verlassen. Die „Geschlechterbarriere“ fällt übrigens beim Grund für das Spielen: Rund drei Viertel der Spieler geben geschlechterunabhängig an, sie würden hauptsächlich wegen des Nervenkitzels pokern.