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Getty Images gibt Bilder zur nichtkommerziellen Nutzung frei

Getty Images ist die weltweit größte Bildagentur. Umso erstaunlicher ist es, dass sie sich dazu entschlossen hat, rund 35 Millionen Bilder zur nichtkommerziellen Nutzung freizugeben. Blogger können also nun das hochwertige Archiv nutzen, anstatt sich in Creative Commons-Datenbanken durch qualitativ sehr unterschiedliche Bilder zu wühlen. Es bleibt jedoch die Frage: Warum macht Getty Images das überhaupt?

Getty Images verfügt über eine umfangreiche Sammlung an Bildmaterial. Im Archiv befindet sich sowohl historisch bedeutsames Material aus über hundert Jahren als auch aktuelle Bilder zum Zeitgeschehen. Bislang war es nur gegen Bezahlung möglich, die Bilder ohne Wasserzeichen zu nutzen. Dies soll sich nun ändern. Nichtkommerzielle Nutzer können sie in ihren Blog einbinden, solange sie am Seitenende auf die entsprechende Quelle verweisen. Das macht es für Dritte allerdings leicht, die Bilder weiter zu verwerten. Dem Unternehmen ist das jedoch egal. Laut Craig Peters von Getty Images sind die Fotos der Firma ohnehin überall im Netz zu finden, ohne dass die verbreitenden User dafür belangt werden könnten. Sie verdienen nämlich in der Regel mit der Nutzung nichts oder sehr wenig. Die einzige Möglichkeit, daraus einen Gewinn zu ziehen, ist also ein massenhaftes Verklagen, was nicht nur kostenintensiv wäre, sondern sich auch auf das Image niederschlagen würde. Getty hat damit durchaus Erfahrungen gemacht, als das Unternehmen in die Schlagzeilen geriet, nachdem es von einer Kirche einen Schadenersatz in Höhe von 6.000 £ forderte. Verhindern kann Getty Images damit allerdings die weitere Verbreitung nicht.

Nun hat sich die Firma entschlossen, Bloggern eine legale und kostenlose Möglichkeit zur Nutzung der Bilder zu bieten. Sie profitiert dabei doppelt: Zum einen hat sie das Recht, Werbung einzublenden, zum anderen behält sie sich vor, Daten zur Nutzung zu erfassen und kommerziell auszuwerten. Blogger können die Bilder also nicht vollkommen kostenfrei nutzen, sondern bezahlen mit ihren Daten.