Sie sind hier

Startseite

Lokalisierung des Bewusstseins und der Identität im Gehirn - Teil 4

Erklärung für den Verweis auf die Max Planck-Skala und weitere Ausführungen: Die Max Planck-Skala hat mit dem Thema nur indirekt etwas zu tun und bezieht sich eher auf meine Schlussfolgerungen. Sie bezeichnet einen Messbereich, dessen Werte sehr klein sind und indem die Naturgesetze nicht herrschen.

Der Grund, warum ich auf die Planck-Skala verwiesen habe, ist folgender: Wenn man von einer Welt ausgeht, in der auf eine Aktion immer eine genau, wieder erzeugbare Reaktion folgt, so gibt es für mich keinen Zweifel daran, dass das Bewusstsein im Gehirn liegt und jeder Mensch nur auf dieser Grundlage reagieren kann. Auf eine bestimmte Erfahrung würde also unter gleichen Bedingungen immer die gleiche Reaktion folgen. „Entscheiden“ würde hierbei das Gehirn, denn selbst wenn ich mir verschiedene Entscheidungsmöglichkeiten vorstellen kann, würde ich doch immer die wählen, die aufgrund meiner Erfahrungen die beste zu sein scheint und dies würde aufgrund der Verknüpfungen meiner Nerven geschehen. Einfach ausgedrückt bedingt also ein Reiz unter den gleichen Bedingungen immer dieselbe Handlung. Wenn ich hier also Bezug auf die Quantenmechanik nehme (der Kommentar mit der Planck-Skala sollte dies eigentlich nur noch einmal verdeutlichen und auch kurz oberflächlich erklären), so meine ich damit, dass dieses einfach wirkende Schema nicht immer zutrifft. Es gibt Dinge, die durch unsere derzeitige Logik nur unzulänglich erklärt werden können und dazu gehört für mich ziemlich beeindruckend das Verhalten von Dingen, die unterhalb der Planck-Skala liegen. Da ich nicht weiß, inwiefern Sie sich mit diesem Thema schon beschäftigt haben, führe ich als Beispiel das Doppelspaltexperiment an. Ich finde es hier recht einfach und gut erklärt:


Die Quantenmechanik zeigt nun also auf naturwissenschaftlicher Basis, dass wir im Prinzip nichts wissen und das Kausalitätsprinzip anscheinend nicht ausreicht um die Welt zu erklären. Der Verweis auf sie hat meine Argumentation zugegebenermaßen verkompliziert und mir ist es wohl auch nicht gelungen zu erklären, was ich eigentlich meine. Er hat in meiner Argumentationsstruktur jedoch zwei Vorteile. Zum einen verstehen wir Quantenmechanik wirklich (noch) nicht und müssen deswegen an unserem aktuellen Wissensstand zweifeln, was wir zu selten tun. Zum andern ist es aber auch so – und das ist der entscheidende Punkt - dass sie das Kausalitätsprinzip in Frage stellt. Der Determinismus-Gedanke gerät also auf diese Weise soweit ins Wanken, dass ich es immerhin für möglich halten kann, dass ich doch für mein Tun verantwortlich bin, auch wenn mir klar ist, dass dies weniger eine rationale Entscheidung als ein Ausweg ist, den ich suche um mein Weltbild nicht ändern zu müssen.