Sie sind hier

Startseite

Microsoft will sich mit Preisdumping auf mobilen Endgeräten durchsetzen

Die Bilanz von Microsoft ist bei mobilen Endgeräten alles andere als rosig: Nur drei Prozent aller Smartphones und Tablets nutzen Windows als Betriebssystem. Das kostenlose Betriebssystem Android liegt mit rund drei Viertel aller Nutzer vorne, Apples iOS kann sich immerhin noch mit 17 % behaupten.

Microsoft will dies nun ändern und verlangt von nun an keine Gebühren für sein mobiles Betriebssystem mehr. Grund dafür ist, dass für den neuen CEO Nadella mobile Endgeräte und Cloud-Services die oberste Priorität haben.

Damit ist Windows Phone sogar noch günstiger als Android. Das liegt daran, dass Google Lizenzgebühren zahlen muss, unter anderem auch an Microsoft. Bei Windows Phone entfallen dies Gebühren und das Betriebssystem wird im Vergleich günstiger und attraktiver.

Überrascht reagierte die Branche ebenfalls auf die Vorstellung einer iPad-App für Windows Office. Bislang war das Credo des Softwaregiganten, dass Microsoft-Produkte auch nur mit Microsoft-Betriebssystemen kompatibel sind. Der Richtungswechsel, den Microsoft gerade einschlägt, ist also mehr als bemerkenswert.

Das Umdenken ist sicherlich auch der Vorherrschaftsstellung Googles geschuldet. Android hat nicht nur bei Smartphones die Nase vorne. Auch bei Smartwatches, Fitness-Armbändern und Tablets ist das kostenlose Betriebssystem beliebt. Zudem hat das Unternehmen erst kürzlich ein kostenloses Software-Development-Kit bereitgestellt, das dabei helfen soll, das in Rente geschickte Windows XP als Weltbetriebssystem abzulösen.

Mit der kostenlosen Bereitstellung von Windows für alle Geräte, deren Display 9 Zoll nicht übersteigt, macht Microsoft sein Betriebssystem auch für Anwendungsmöglichkeiten attraktiv, die derzeit noch in der Entwicklung stecken. So könnten zukünftig Haushaltsgeräte oder Wearables unter Windows laufen.

Konsequenterweise hat der Softwareriese mit Cortana ein Konkurrenzprodukt zu Siri und Google Now ebenfalls einen digitalen Assistenten entwickelt, der per Sprachsteuerung funktioniert. Damit rüstet sich der Softwareriese für den Markt der Zukunft.

Derzeit scheint das Hauptziel zu sein, sich vor allem auf dem immer wichtiger werdenden indischen Markt durchzusetzen. Gelingt dies, könnte der Kampf um die Monopolstellung doch noch nicht für Google entschieden sein.