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Tipp für die Bundestagswahlen: Abgeordnetenwatch.de

Abgeordnetenwatch ist eine unabhängige Plattform, die es ihren Nutzern ermöglicht, Politikern offene Fragen zu stellen. Sie ist weder an Parteien noch Institutionen gebunden, und bildet eine Art Schnittstelle zwischen Volksvertretern und Wählern. Sie wird durch ein Kuratorium auf ihre Überparteilichkeit überwacht.

Politikinteressierte erhalten die Möglichkeit, Fragen zu stellen, was zwar auch in der Realität möglich ist, bei Abgeordnetenwatch allerdings wesentlich weniger Aufwand erfordert. Vor allem eine öffentliche Diskussion wird auf diese Weise begünstigt. Politiker zeigen mit ihrer Teilnahme auf der Plattform nicht nur Volksnähe, sondern auch Offenheit für die Neuen Medien, was in der Regel von den Wählern begrüßt wird. Beide Seiten profitieren also von dem Angebot.

Allerdings ist Abgeordnetenwatch auch mehrfach in die Kritik geraten. So kritisierten mehrmals Politiker von SPD, Grünen und Linkspartei, dass Mitglieder der NPD auf der Seite teils rassistische Aussagen tätigen konnten. Allerdings sind in der Vergangenheit mehrfach NPD-Mitglieder aufgrund derartiger Beiträge aus dem Portal ausgeschlossen worden. Für Kritik sorgte auch die Möglichkeit, ein erweitertes Profil für einen Betrag zwischen 170 und 200 Euro freizuschalten, da eine Kommerzialisierung des Angebots befürchtet wurde. Das erweiterte Profil ist sicherlich nicht die eleganteste Lösung, die vor allem zulasten kleinerer Politiker und Parteien geht, allerdings ist das Erschließen einer weiteren Finanzierungsmöglichkeit aufgrund der hohen Zugriffsraten und dem hohen Verwaltungsaufwand verständlich. Dennoch werfen verschiedene Abgeordnete, unter ihnen Peer Steinbrück, der Plattform ihre Kommerzialisierung vor. Da die Fragesteller anonym bleiben können, werfen verschiedene Bundesabgeordnete der Plattform außerdem Missbrauch durch Lobbygruppen vor.

Dennoch ist Abgeordnetenwatch für viele Politikinteressierte eine hervorragende Möglichkeit, mit Wahlkandidaten in Kontakt zu treten und genauere Antworten einzuholen. Gerade auf kommunaler Ebene ist dies sicherlich ein Gewinn, da es hier wesentlich schwieriger ist, Informationen zu speziellen Themen zu sammeln, ohne den Politiker persönlich aufzusuchen. Allerdings gibt es zahlreiche Politiker, die Anfragen über Abgeordnetenwatch ignorieren und kein Interesse haben auf diese Weise mit ihren Wählern in Kontakt zu treten.

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