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Warum nur, Opera?

Opera ist mein Lieblingsbrowser. Jahrelang zeichnete sich der Underdog durch tolle Neuentwicklungen aus, die dann von den größeren Browsern übernommen wurden. Vielleicht ist es da einfach konsequent, dass die norwegischen Entwickler jetzt mit Opera 15 eine finale Version herausgebracht haben, die alle tollen Features einfach nicht mehr besitzt oder versteckt. Aufgefallen ist mir das erst jetzt, weil Opera 12 dankenswerterweise nicht automatisch auf 15 aktualisiert wird. Es ist auch nach wie vor auf der Webseite der Entwickler zum Download verfügbar und kann parallel zu Opera 15 installiert sein.

Bei der Neuentwicklung hat sich jede Menge verändert. Die eigenentwickelte Engine Presto wurde durch Blink abgelöst, dass zusammen mit Google entwickelt wurde und Open Source ist. Presto hat zwar regelmäßig die wichtigsten Benchmarks angeführt, wurde in der näheren Vergangenheit jedoch von den anderen Browsern teilweise überholt, sodass dieser Schritt für mich verständlich ist. Dass Entwickler lieber einen neuen Weg beschreiten, wenn die alte Engine nicht mehr zu den Höhenflügen der Vergangenheit fähig ist. Hinzu kommt, dass die Kompatibilität bei Opera tatsächlich nicht die Beste war, was jedoch sicherlich auch daran liegt, dass Opera nicht zu den Browsern gehört, die häufig verwendet werden, sodass es für Seitenbetreiber nicht allzu viel Grund gibt, ihre Webseiten darauf zu optimieren. Da auch Chrome Blink nutzt, steigen die Chancen, dass Webseiten mit der Engine harmonieren, ganz abgesehen davon, dass dafür bereits jetzt mehr Erweiterungen angeboten werden.

Nun starte Opera mit einem neuen, schlanken Browser, der übersichtlich für neue Benutzer sein soll. Übersichtlich ist er, dagegen kann man nichts sagen. Im Laufe der Zeit sollen Features Power-Usern die Möglichkeit geben, Opera wieder so zu nutzen, wie sie möchten. Bis dahin bleibt mir nur die Möglichkeit, weiterhin Opera 12 zu nutzen. Bei Opera 15 gibt es zwar die vielversprechende Stash-Neuerung, allerdings keine Lesezeichen. Und wenn ich aus Versehen ein Fenster schließe – was mir leider ziemlich häufig passiert – kann ich es nicht mehr einfach wieder aufrufen, wie es in der 12er Version problemlos möglich ist. Außerdem ist die Sidebar ebenfalls weg und ich kann meine Tabs nicht mehr gruppieren. Es fehlen auch noch weitere Features, die ich jedoch nie genutzt habe. Die, die mir fehlen, fehlen mit jedoch sehr und machen Opera 15 zu einem x-beliebigen Browser, den ich in der Form keinerlei Nutzen für mich hat. Ich hoffe also sehr, dass sich in den nächsten Versionen einiges ändern wird und ich meine Lieblingsfunktionen zurück bekomme. Sonst gibt es für mich nämlich leider (!) keinen Grund, Opera noch länger zu nutzen.