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Mozillas Persona – Einloggen ohne Datenweitergabe

Sich bei anderen Webseiten mit seinem Account bei Facebook, Google oder Twitter anzumelden ist zwar sehr praktisch, hat jedoch den Nachteil, dass der Nutzer auf diese Weise sehr viele Daten von sich preisgeben muss. Diese werden dann später vor allem zu Werbezwecken genutzt. Außerdem erhält der Anbieter unter Umständen Zugriff auf die Facebook-Pinnwand des Nutzers. Was bislang fehlte, war ein unabhängiger Dienst, der den Vorteil bietet, sich schneller und bequemer anmelden zu können, ohne dass Daten ausspioniert werden.

Diesen Dienst könnten Firefox-User nun erhalten: Mozilla hat bekanntgeben, dass das Authentifizierungssystem Persona die Beta-Testphase erreicht hat. Der Nutzer meldet sich dort einmalig an und muss dann zum Log-In auf anderen Seiten lediglich seine Email-Adresse eingeben. Den Rest erledigt das kleine Programm. Persona funktioniert dabei gewissermaßen als eine Art Pass. Damit sich der Kunde bei den besuchten Seiten wieder einloggen kann, ist eine Log-Datei, in der sie verzeichnet sind, erforderlich. Sonst speichert Mozilla keinerlei Daten und selbst diese sind verschlüsselt, sodass das Unternehmen sie nicht verwerten kann. Der Vorteil ist nicht nur, dass die Anmeldung wesentlich schneller gelingt und Daten nicht gespeichert werden, zusätzlich kennt das Programm nur die Persona-ID und speichert kein eigenes Passwort. Auf diese Weise sind die Zugangsdaten besser vor Hacker-Angriffen geschützt. Nachteil ist, dass Persona von der jeweiligen Webseite angeboten werden muss und es derzeit nur mit dem Mozilla Firefox funktioniert. Kooperationspartner gibt es bis jetzt nur sehr wenige. Das Times Kreuzworträtsel ist der Bekannteste unter ihnen. Ob sich der Dienst durchsetzen können wird, hängt also hauptsächlich davon ab, wie viele Webseiten Persona unterstützen werden. Da sie im Gegensatz zu Kooperationen mit Facebook und Co. keinen direkten Vorteil daraus ziehen können und zusätzlich auf Informationen über ihre User verzichten müssen, bleibt abzuwarten, ob die eigentlich gute Idee Erfolg haben wird. Persona verfolgt dabei ähnliche Ziele wie OpenID und ging aus dem Konkurrenten BrowserID hervor. Im Gegensatz zum Mitbewerber werden jedoch keine Informationen über die besuchten Seiten übertragen, der Dienst funktioniert mit der Emailadresse und gibt nur den Public Key weiter, während nur der User den Private Key kennt.