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Daten bei Facebook abrufen

Um sicher auf Facebook unterwegs zu sein, sollten Sie wissen, welche Daten das Unternehmen über Sie speichert. Um dies zu erfahren, können Sie ihre Daten bei Facebook abrufen.

Wie viele Daten Facebook speichert, ist besser bekannt, seit die Ersten ihren persönlichen Datensatz angefordert haben. Facebook ist nach europäischem Recht dazu verpflichtet, dem Nutzer mitzuteilen, welche Daten von ihm gespeichert werden. Zusätzlich besteht eine gesetzliche Frist von 40 Tagen, die zwischen Antrag und Auslieferung der Daten bestehen darf. Lange Zeit gab es im Hilfebereich von Facebook – wenn auch gut versteckt - ein Formular, das die Anforderung der Daten erleichtert hat, auch wenn der Nutzer dafür noch juristische Kleinigkeiten wissen musste, wie dass er die Daten nach "Section 4 DPA" oder "Art. 12 Directive 95/46/EG" anfordern sollte. Auch wer nicht bei Facebook angemeldet ist, hat das Recht, eine Datenauskunft zu beantragen.

Die Erkenntnis darüber, wie viele Daten Facebook speichert, sorgte jedoch nicht nur bei einigen für Entrüstung, sondern trat auch eine Abfragewelle los. Rund 40.000 Anfragen gingen seitdem beim Unternehmen ein. Wie reagierte Facebook auf das rege Interesse seiner Nutzer an ihren eigenen Daten? Es nahm das Antragsformular von der Webseite! Wer nun seine Daten trotzdem erhalten möchte, hat immerhin noch zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Per Post und per Email kann der gesamte Datensatz dennoch abgefragt werden. Formulare (die wohl auch nicht einfach so verschwinden werden) und Hilfe dazu gibt es hier. (http://europe-v-facebook.org/DE/Daten_verlangen_/daten_verlangen_.html)

Zusätzlich ist es möglich, einen verkleinerten Datensatz (ungefähr 22 der 84 gespeicherten Datensätze) runterzuladen. Hierfür gehen Sie in Ihre Kontoeinstellungen und klicken bei „Allgemein“ auf „Lade eine Kopie deiner Facebook-Daten herunter“.

Haben Sie dies getan, ermöglicht es Facebook Ihnen, ein sogenanntes „Archiv“ anzulegen. Immerhin müssen Sie noch einmal ihr Passwort eingeben, um die Abfrage zu bestätigen, und bekommen dann eine Email, mit einem Inhalt, den ich nachtragen werde, da ich sie selbst noch nicht erhalten habe. Sie sollten also darauf achten, für ihren Facebook- und ihren Email-Account nicht das gleiche Passwort zu benutzen. Dies ist ohnehin empfehlenswert, da Ihnen der Zugriff auf ihren Account auf diese Weise von Hackern leicht unmöglich gemacht werden kann. Dennoch erhält es durch dieses Vorgehen von Facebook eine andere Qualität, da Sie es Dritten auf diese Weise erleichtern können, mit wenigen Mausklicks an zahlreiche persönliche Informationen zu gelangen. Da bleibt fast zu hoffen, dass Facebook mit der Bearbeitung der Anfrage lange benötig, damit in solchen Fällen der Schaden noch abgewendet werden kann.

Eine Liste mit Daten, die von Facebook gespeichert werden, ist übrigens hier als pdf-Datei abrufbar: (http://europe-v-facebook.org/fb_cat1.pdf). Dabei sollte bedacht werden, dass auch von Ihnen gelöschte Daten von Facebook behalten werden. Sie sollten sich also genau überlegen, welche Informationen sie in dem sozialen Netzwerk preisgeben wollen. Die in diesem Artikel hiermit (http://europe-v-facebook.org/DE/de.html) zum dritten Mal verlinkte Webseite „Europe versus Facebook“ ist ohnehin eine gute Anlaufstelle, um sich genauer mit den bekannten Datenschutzproblemen von Facebook zu befassen. Hier wird auch über die (von Facebook versteckten) Abstimmungen zu Änderungen in den Richtlinien informiert. Es gibt eine Übersicht darüber, welche Daten weitergespeichert werden und außerdem wurde ein Verfahren angestrebt, das Facebook zwingen soll, seinen Datenschutz grundlegend zu überarbeiten.