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Was ist eigentlich Augmented-Reality?

Augmented Reality, also auf deutsch „erweiterte oder angereicherte Realität“ verspricht den Alltag zu revolutionieren. Mithilfe von Kameras und Endgeräten wie Smartphones, Touchpads, Spielekonsolen oder PC erhält der Nutzer zusätzliche Informationen über die Umgebung, in der er sich gerade Aufhält. Das können zusätzliche Daten zu Sehenswürdigkeiten sein, Produktinformationen oder auch die Verbindung von virtueller Spielewelt und Realität.

Wohl das bekannteste Produkt auf dem Markt, dass nicht zum Spielen entwickelt wurde ist Google Glass, bei dem ein Minicomputer auf einem Brillenrahmen angebracht ist und in das Sichtfeld des Nutzers Informationen einblendet. So kann Google Glass beispielsweise als Navigationssystem genutzt werden, Informationen zur Umgebung liefern oder Fotos und Videos machen. Ohne Smartphone funktioniert die Brille derzeit jedoch zumindest noch nicht. Obwohl Google Glass frühestens im April 2014 auf den Markt kommen soll, ist die Kritik von Datenschützern bereits jetzt sehr laut. Vor allem seit dem Skandal um PRISM wird befürchtet, dass Nutzer der Technologie unwissentlich als Spione eingesetzt werden könnten, da aufgenommene Videos bei Google zwischengespeichert werden. Auch die Tatsache, dass Menschen, die die Brille nicht nutzen, unwissentlich ausspioniert werden, wird kritisiert.

Die Augmented Reality-Technologie wird jedoch ebenfalls bei Smartphones (siehe: Die zehn besten Augmented Reality-Apps) und Spielekonsolen eingesetzt. Bei letzteren gilt vor allem Microsofts Xbox als Vorreiter, da bereits die xBox 360 durch das geschickte Einsetzen der Kamera eine Vermischung von Realität und Spielewelt erzeugen konnte. In der neuen Spielegeneration wird das Thema zunehmend wichtiger und Augmented Reality-Games wie Ingress können Usern bereits jetzt mit völlig neue Spielkonzepten in ihren Bann ziehen, ohne dass außer einem Smartphone andere technische Geräte notwendig wären.

Die Anwendungsmöglichkeiten scheinen geradezu unendlich. So soll das Augmented Lecture Feedback System in Zukunft Dozenten ermöglichen, nachzuvollziehen, ob die Studenten der Vorlesung folgen können. Mechaniker könnten von beschrifteten Einzelteilen und Arbeitsanweisungen profitieren, die Teamarbeit über Distanzen könnte vereinfacht werden und Mediziner durch neue Verknüpfungsmöglichkeiten von bildgebenden Verfahren und Realität neue Diagnosemethoden entwickeln.