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Im Internet anonym bleiben

Während des Surfens werden zahlreiche Daten von Ihnen gespeichert. Für einen normalen Nutzer ist es fast unmöglich, die Übersicht darüber zu behalten, welche Fußabdrücke er wo hinterlässt. Einen guten (und vielleicht auch erschreckenden) Eindruck, was eine Webseite bei einem einfachen Besuch von Ihnen erfährt, gibt es unter: http://www.ip-secrets.info/.

Um im Internet anonymer unterwegs zu sein, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein Projekt, das anonymes Surfen ermöglicht, ist das Tor-Netzwerk. Es ermöglicht, Proxy-Server auf sehr einfache Weise zu nutzen, da alle Voreinstellungen bereits getroffen sind. Zusätzlich ist das Tor-Netzwerk im Gegensatz zu manchen anderen Proxy-Angeboten sicher. Auf diese Weise können Webseiten Ihre IP-Adresse nicht mehr einfach so ausspionieren. Er funktioniert leider nur in Verbindung mit dem Mozilla Firefox, ist dafür aber sehr benutzerfreundlich zu bedienen. Gleichzeit ermöglicht diese Beschränkung auch, Webseiten gezielt anonym zu besuchen. So kann ein anderer Browser für vertrauenswürdige Adressen genutzt werden und der Mozilla Firefox für Webseiten, die Sie lieber anonym besuchen. Einen großen Nachteil hat der Tor Browser allerdings: Der Aufbau der Seiten verringert sich drastisch.

Wollen Sie zusätzlich Ihre E-Mailadresse schützen, kann es sich lohnen, eine sogenannte Wegwerf-Emailadresse zu nutzen. Zum besseren Verständnis wird das Prozedere anhand von trash-mail.com erklärt, auch wenn es viele weitere vergleichbare Dienste im Internet gibt. Sie wählen selbst einen Nutzernamen, beispielsweise „Internetfrau“, und geben die vollständige Emailadresse (Internetfrau@trash-mail.com) dort an, wo Sie eine Emailadresse angeben müssen, sie aber eigentlich nur zur Aktivierung brauchen. Um Ihre Emails nun abzurufen, klicken Sie auf der Internetseite trash-mail.com auf „Mails holen“ nachdem Sie ihren Nutzernamen eingegeben haben. Allerdings gilt es hier zu beachten, dass manche Emailadressen bereits von den Systemen erkannt werden. In dem Fall kann dennoch eine andere ausprobiert werden (einfach mal nach „wegwerf email" googeln). Auf keinen Fall sollten an solche Mailadressen jedoch empfindliche Daten geschickt werden! Die Emails sind für jeden abrufbar. Außerdem sollten Sie zur Sicherheit nach dem Lesen gelöscht werden.

Wenn es Ihnen bei einer Webseite nicht weiter wichtig ist, ob Sie dort einen eigenen Account besitzen oder Sie vielleicht nur das Angebot testen wollen, bevor Sie Ihre Daten herausgeben, gibt es unter http://www.bugmenot.com/ die Möglichkeit, bereits bestehende Accounts, die extra für diesen Zweck angelegt worden sind, zu nutzen. Nachdem die Adresse der Webseite, für die ein Account benötigt wird, eingegeben wurde, zeigt bugmenot Accountnamen und –Passwort an, die hoffentlich noch funktionieren. Allerdings ist das Angebot zum größten Teil auf englischsprachige Seiten begrenzt und die Zugangsdaten scheinen schnell nicht mehr zu funktionieren.